Content-Type: text/html Content-Type: text/html Content-Type: text/html Biodiesel/RME/PME - ALDiesel/Poel/SVO - TDI/PD/CDI/JTD/HDI-Technik

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Date: May 10, 2002 at 12:02:45
From: Joachim S, [p508749be.dip.t-dialin.net]
Subject: Spritzverstellungsmessgerät gebaut, und nun brauch ich die Sollwerte...

Hi Leute,

bin gestern endlich eine meiner vielen Baustellen angegangen und hab so ein Plexiglasröhrchen in einen alten Spritzverstellerdeckel gesetzt. Hohlgebohrt, Kugelschreiberfeder rein und einen Taster auf den Kolben. Auf der Drehbank eine Millimeterskala reingeritzt. Funktioniert klasse, und jetzt kann ich endlich dem Spritzversteller bei der Arbeit zugucken.

Ich stelle einen Hub von etwa 6-7 mm über den Drehzahlbereich fest. Subjektiv gesehen findet die meiste Verstellung bis zum mittleren Bereich statt, aber das kann täuschen. Muss mir wohl die Mühe machen, einen DZM anschliessen und eine richtige Messreihe fahren. Zum Vergleich hätte ich gern die Sollwerte. Für eine Bosch VE aus dem 1,6 L 54 PS-Golfmotor halt. Wer hat sowas? Ralf? Irgendwann hab ichs auch mal im Netz gesehen, weiss aber leider nicht mehr, wo.

Rein subjektiv bestätigt sich Hans' Aussage, das Ding reagiert mit Pöl in der ESP relativ träge. Vergleichsmöglichkeiten mit Diesel fehlen mir allerdings noch. Auch da müsste man wohl messen, auch wenn es schwierig ist, das zeitliche Ansprechverhalten aufzunehmen.

Wenn ich den Motor im Leerlauf hochjubele, hinkt der Versteller durchaus geschätzte 1,5-2 Sekunden hinterher. Inwieweit das normal ist, weiss ich halt noch nicht. Im Fahrbetrieb macht das wohl nicht allzuviel aus, da die Drehzahl sich mit eingelegtem Gang und einer Tonne Auto am Antriebsstrang nicht so schnell ändert wie beim freien Hochdrehen.

Ein gewisses Verbesserungspotential für reinen Pölbetrieb besteht aber vielleicht, wenn man die Drosselbohrung im Kolben etwas erweitert.

Gruss Jo

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Date: May 10, 2002 at 13:33:07
From: Ralf Hofmann, [p3ee33b31.dip.t-dialin.net]
Subject: Re: Spritzverstellungsmessgerät gebaut, und nun brauch ich die Sollwerte...

Hi Jo,

>. . . und jetzt kann ich endlich dem Spritzversteller bei der Arbeit zugucken.

das ist klasse. Dabei fällt mir das Projekt ein, den Deckel durch einen aus Plexi zu ersetzen, um dem Regler auch zuzusehen. Martin, wolltest Du da nicht was machen?

>Ich stelle einen Hub von etwa 6-7 mm über den Drehzahlbereich fest. Subjektiv gesehen findet die meiste Verstellung bis zum mittleren Bereich statt, aber das kann täuschen.

Müßte das nicht linear mit der Drehzahl laufen? Wird mit dem Spritzversteller noch mehr ausgeglichen als nur der Zündverzug?

>Zum Vergleich hätte ich gern die Sollwerte. Für eine Bosch VE aus dem 1,6 L 54 PS-Golfmotor halt. Wer hat sowas? Ralf?

Uaaah, ja, irgendwo. Ich schau mal in die Akten, wenn ich im Lager bin.

>Rein subjektiv bestätigt sich Hans' Aussage, das Ding reagiert mit Pöl in der ESP relativ träge.
Ein gewisses Verbesserungspotential für reinen Pölbetrieb besteht aber vielleicht, wenn man die Drosselbohrung im Kolben etwas erweitert.

Das ist 'ne gute Idee. Dadurch sind im Dieselbetrieb doch auch keine nennenswerten Nachteile zu erwarten, oder?

MfG
Ralf Hofmann

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    [18198]

    Date: May 10, 2002 at 14:38:05
    From: Hans Fürthbauer, [62.218.103.238]
    Subject: Die Drosselbohrung im SV-Kolben ...

    Hallo Ralf,

    die Drosselbohrung ist eine Art hydraulischer Dämpfer. Denn bei der Hochdruckförderung, wenn die Hubscheibe auf die Rollen des Rollenrings aufläuft, entsteht eine hohe Verdrehkraft auf den Rollenring in Drehrichtung der Pumpe. Besser formuliert: Es sind eigentlich kurze, aber dafür sehr harte Schläge.

    Der Rollenring ist über den Mitnehmerbolzen und mit einem Gelenk mit dem SV-Kolben verbunden. Denn bei steigender Drehzahl muß ja über den SV der Rollenring entgegen der Drehrichtung nach früh vestellt werden. Für eine schnelle Verstellung bei einem Drehzahlwechsel müßte man die Drosselbohrung vergrößern, wie Euer Vorschlag ist. Das ist richtig.

    Dem steht aber entgegen, daß dann durch die oben erwähnten kurzen, harten Schläge, der SV-Kolben ständig gegen den Spätanschlag geklopft wird, weil der "Treibstoffpolster" vor dem SV-Kolben sofort zurück in den Innenraum der Pumpe entweichen würde.

    Die Drosselbohrung dient dazu, daß der Flüssigkeitspolster vor dem SV-Kolben durch diese Schläge eben nicht blitzartig entweichen kann und der SV-Kolben nur minimal gegen spät zittert. Aber doch im Wesentlichen in seiner Position bleibt. Dieses Zittern kann man auf dem Pumpenprüfstand sehr schön sehen, wenn Du eine Bosch-SV-Meßvorrichtung anbaust.

    Zusammengefaßt: Eine Vergrößerung der Drosselbohrung, erhöht zwar die Verstellgeschwindigkeit des SV bei Pöl-Betrieb, beeinträchtigt aber mit Sicherheit die Funktion bei Dieselbetrieb. Wie es beim "Läppen" des Pumpenelements auch ist. Die Viskosität der beiden Medien ist halt grundverschieden. Daher würde die von Euch immer geforderte Pöl-taugliche Einspritzausrüstung eine Parallel-Entwicklung (nicht nur im Bereich Pumpenelement und SV) bedeuten.

    MfG Hans F.

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    [18204]

    Date: May 10, 2002 at 19:22:19
    From: Joachim S, [p508758e5.dip.t-dialin.net]
    Subject: Die Drosselbohrung im SV-Kolben ... Zittern konnte ich nicht beobachten...

    Hallo Hans,

    also, das Zittern konnte ich bei meinem 100%Pöl (warm) nicht beobachten. Spricht dafür, dass der SV mit Pöl wirklich stärker gedämpft wird. Oder tritt das Zittern erst auf dem Prüfstand unterhalb der Leerlaufdrehzahl auf?

    Meine Messvorrichtung müsste es eigentlich angezeigt haben, alles ist leicht und gut beweglich.

    Gruss Jo

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    [18207]

    Date: May 10, 2002 at 20:43:22
    From: Hans Fürthbauer, [62.218.99.101]
    Subject: Re: Die Drosselbohrung im SV-Kolben ... Zittern konnte ich nicht beobachten...

    Hallo Jo,

    die Bosch-Vorrichtung hat einen Taster, der durch eine schwache Feder direkt am SV-Kolben auf der Druckseite angelegt wird und alle Bewegungen mitmacht. Vermutlich hast Du es ähnlich realisiert. Dann hat die Meßskala noch zum sicheren Ablesen im 10-tel mm-Bereich einen Nonius und wird durch die Wölbung des Glas- oder Plexiglaszylinders und die Füllung mit Prüföl ähnlich wie mit einem Vergrößerungsglas leicht vergößert. Da sieht man die Bewegungen des SV-Kolbens ganz genau und kann den SV-Weg auch gut ablesen.

    Die von mir beobachtete Ansprechzeit am Pumpen-Prüfstand mit Prüföl (ca. 45 Grad C) liegt bei einem schnellen Drehzahlanstieg geschätzt bei ca. 1 sec. Du hast von ca. 1,5 bis 2 sec. geschrieben. Das bestätigt, was Du sagst, nämlich daß die Dämpfung mit Pöl größer ist. Sowohl in Verstellrichtung nach früh, daher die längere Ansprechzeit, als auch umgekehrt in Richtung spät durch die Förderstöße, daher geringes, oder kein sichtbares "Zittern".

    Einen Einfluß der SV-Feder gibt es sicher auch noch. Die wirkt ja ebenfalls nach spät und unterstützt die Förderstöße. Die Nockengeometrie der Hubscheibe ist ebenfalls beteiligt. Je flacher der Nockenanstieg, desto weniger hart sind die Stöße. SV-Feder und Nockengeometrie sind pumpenindividuell abgestimmt.

    Das Zittern des SV-Kolbens konnte ich von Startdrehzahl bis in den mittleren und oberen Drehzahlbereich beobachten. Je höher die Drehzahl wird, desto weniger ist es erkennbar. Mit Pöl wird halt bei Deiner Pumpe der Dämpfungseffekt der Drosselbohrung das Zittern so vermindern, daß es für das Auge nicht mehr sichtbar ist. Wäre für mich schlüssig.

    MfG Hans F.

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    [18189]

    Date: May 10, 2002 at 13:12:18
    From: schlurffarb chris, [pd9e8ae5c.dip.t-dialin.net]
    Subject: Re: Spritzverstellungsmessgerät gebaut, und nun brauch ich die Sollwerte...

    hi jo,
    wie gesagt, alles aufbohren war schon immer gut.
    hast du von dem messapperat ein bild?
    gruss chris

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    [18205]

    Date: May 10, 2002 at 19:23:49
    From: Joachim S, [p508758e5.dip.t-dialin.net]
    Subject: Leider keine Digicam...

    ... ehrlich gesagt, ich hab überhaupt keine Kamera. Bin ein Photo-Muffel. Obwohl eine preiswerte Digicam für sowas, das wär schon nicht verkehrt.

    Gruss Jo

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